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Klassische Musik und Oper von Classissima

Georges Bizet

Mittwoch 24. August 2016


ouverture

21. Juli

Chaminade: Piano Works (MDG)

ouvertureDer Pianist Johann Blanchard, der mit dieser CD sein Solo-Debüt bei Dabringshaus und Grimm gibt, hat eine enge persönliche Beziehung zu Cécile Chaminade: Sein Vater, ebenfalls Konzertpianist, studierte bei dem Cortot-Schüler Wilfrid Maggiar, der sich in seinen letzten Lebens- jahren fast ausschließlich mit den Werken der Komponistin beschäf- tigte. Von diesem erbte er schließlich auch eine große Menge an Noten.  Bei einem Besuch in Frankreich wiederum fragte Blanchard danach – und konnte einen musikalischen Schatz heben: „Es stellte sich heraus, dass die Noten bei einer Cousine in der Garage aufbewahrt wurden“, berichtet der Pianist. „Als ich nun die in mehr als zwanzig Kartons verpackten Noten durchstöberte, fand ich sehr viele unbekannte Werke und handschriftliche Noten verschiedenster Komponisten aus jener Zeit. Darunter verlegte und handschriftliche Noten, aber auch unveröffentlichte Werke von Cécile Chaminade.“  Cécile Louise Stéphanie Chaminade (1857 bis 1944) lernte das Klavierspiel zunächst bei ihrer Mutter, die selbst eine exzellente Pianistin war. Bereits als Achtjährige spielte sie Georges Bizet, der sein Landhaus neben dem der Familie hatte, eigene Werke vor. Er riet daraufhin zu einer musikalischen Ausbildung, und so erhielt die junge Dame Privatunterricht; ihr Debüt gab Chaminade 1877 im Salle Pleyel mit einem Klaviertrio von Charles-Marie Widor. Die junge Musikerin war sehr erfolgreich: Sie reiste zu Konzerten durch nahezu ganz Europa und nach Amerika. Ob in der Türkei oder in Kanada – überall wurde Cécile Chaminade gefeiert. In England wurde sie von Königin Victoria empfangen; in den USA entstanden sogar Chamina- de-Societies, und in Frankreich wurde sie 1913 als erste Komponistin in die Légion d'Honneur aufgenommen. Im Ersten Weltkrieg leitete sie allerdings ein Krankenhaus; sie zog sich mehr und mehr aus dem Musikleben und der Öffentlichkeit zurück. Ihre letzten Jahre verbrachte sie in Monte Carlo, wo sie 1944 starb. Zu diesem Zeitpunkt war sie bereits weitgehend vergessen; lange galt Cécile Chaminade als Thema maximal für Aktivistinnen der Frauenbewegung.  Verdient freilich hat sie das nicht, wie diese CD beweist. Natürlich ist unter den mehr als 400 Werken der Komponistin auch Salonmusik. Doch ihre Stücke sind kraftvoll, leidenschaftlich, zupackend, dabei aber stets elegant und von beeindruckendem Melodienreichtum. Johann Blanchard hat für diese CD die einzige Klaviersonate von Cécile Chaminade sowie einige ihrer Konzertetüden eingespielt. Als Weltersteinspielung erklingt zudem Souvenir d'enfance.  

nmz - KIZ-Nachrichten

12. Juli

Gluck-Festspiele: «Iphigenie» von Gluck, Piccinni und Cherubini

Nürnberg - Der Pariser Opernstreit um den oberpfälzischen Komponisten Christoph Willibald Gluck ist legendär - und wirkt bis heute nach: Die sechsten Gluck-Opern-Festspiele in Nürnberg stehen von Samstag an unter dem Motto «Zeitkultur/Streitkultur». Eröffnet werden die zweiwöchigen Festspiele mit dem lettischen Opernstar Elina Garanca und Werken von Georges Bizet, Jules Massenet und Camille Saint-Saëns. Bis zum 30. Juli folgen 16 Veranstaltungen in der Region. Drei der Opern, ein Ballett und ein kurzes Chor-Werk stammen aus der Feder des südlich von Nürnberg geborenen Gluck (1714-1787). Weiterlesen






Crescendo

27. Mai

Carmen auf der Quetsche - Ksenija Sidorova: Carmen auf der Quetsche

Dem Akkordeon haftete lange Zeit das Flair von altmodischer Folklore an, doch dank Ksenija Sidorova wurde es mit einem Schlag aus seinem Nischen-Dasein erweckt. Schon als kleines Mädchen verschrieb sich die Lettin dem Akkordeon, bekam mit acht Jahren Unterricht, ging mit sechzehn an die Londoner Royal Academy of Music und schloss ihr Studium mit Auszeichnung ab. Nach ihrem Debüt in der Wigmore Hall – „eine wirkliche Entdeckung“, schwärmte die Times – ging’s steil bergauf: Auftritt mit dem Bassbariton Bryn Terfel und Sting in der Royal Albert Hall, gemeinsam auf der Bühne mit den Spitzentenören Juan Diego Flórez und Joseph Calleja. Und mit einem Video-Clip für „Carmen“ avancierte die charismatische Musikerin mit mehr als 100.000 Klicks zum Videostar. crescendo: Frau Sidorova, die Opernfigur Carmen ist eine „Projektion der geheimsten Begierden des Herzens“, schreiben Sie im Booklet der CD. Pardon, aber ist diese Figur der Femme fatale im 21. Jahrhundert nicht ein längst überholtes Klischee? Ksenija Sidorova: Aber nein! Erstens ist diese Oper die populärste, meistgespielte überhaupt. Und obendrein ist das Thema Liebe, Eifersucht, Begierde, Betrug doch heute genauso aktuell, denken Sie an Sex and the City oder Desperate Housewives, da steckt überall das Carmen-Motiv drin. Was genau ist denn so faszinierend an dieser Frau? Sie symbolisiert all die gefährlichen Vergnügungen, besitzt einen starken, unabhängigen Geist. Aber sie weiß gar nicht, wie gefährlich sie ist, welche Wirkung sie ausübt. Die Männer folgen ihr wie magisch angezogen, sie wissen um ihre Gefährlichkeit, und genau das macht Carmen so attraktiv. Sie ist nicht nur in Liebesdingen unabhängig, sie ist generell ein freier Geist. Dagegen ist die Figur der Micaëla langweilig. Carmen glaubt furchtlos und sehr unabhängig an die freie Liebe, das war damals ja ziemlich skandalös! Sie haben sich die Ohrwürmer herausgepickt und mit einer zwölfköpfigen Band neu interpretiert, „Carmen remixed“ als ein Cocktail aus lateinamerikanischen, orientalischen, europäischen und nordamerikanischen Klängen. Bizet schimmert durch, und doch klingt es anders, neu, mal frecher, mal melancholischer. Manche Stücke sind auch Assoziationen oder Fantasien, zu denen mich Carmen anregte. Ich wollte auch weg von der üblichen Erwartung an diese Melodien. Gleichzeitig passt mein Instrument sehr gut zu Carmen, denn diese Musik ist sehr lyrisch. Machen wir mal einen Zeitsprung: Wann haben Sie sich eigentlich in das Akkordeon verliebt? Mit sechs Jahren, nach einem herrlichen Sommerurlaub bei meiner russischen Großmutter in Sibirien. Die spielte das dort typische Instrument, eine Garmoschka oder Garmon. Das ist die russische Variante des Knopf-Akkordeons. Da war es um mich geschehen. Ich kam nach Hause zurück und erklärte meinen Eltern: „Das will ich lernen!“ Die waren anfangs gar nicht begeistert, fanden ein Akkordeon nicht feminin genug. Geige oder Klavier hätte ihnen besser gefallen, außerdem galt die Garmoschka als „Klavier für die Armen“ in den Ländern des Ostens. Und als ich mit acht Jahren vor meiner Lehrerin stand, schlug die beide Hände zusammen: „Oh Gott, das Kind ist doch viel zu schmal für ein Akkordeon!“ Aber wie Sie sehen, habe ich mich durchgesetzt. (lacht) Das verbindet mich mit der Figur der Carmen: Ich bin furchtlos, stur und sehr emotional. Denn ich wurde im Tierkreiszeichen Stier geboren. "Das Grandiose am ­Akkordeon ist, dass es überhaupt keine musikalischen Grenzen gibt, ich kann alles spielen" Zur fünfzigsten Geburtstagsfeier von Bryn Terfel 2015 interpretierten Sie Stings Super-Song Roxanne und wurden dafür in der Londoner Royal Albert Hall mit Ovationen belohnt… Ach, Sting ist einfach meine Ikone in der Popmusik! Das Grandiose am Akkordeon ist, dass es überhaupt keine musikalischen Grenzen gibt, ich kann wirklich alles spielen. Es geht direkt in die Magengrube oder ins Herz, ob als Solo-Instrument oder mit einer Band oder Orchester. Und ich finde es spannend, Popmusik zu adaptieren… Sie treten viel live vor Publikum auf. Was passiert da zwischen Ihnen oben auf der Bühne und dem Publikum? Da ich sehr gefühlsbetont bin, liebe ich es, diese spezielle Energie der Live-Atmosphäre auszukosten. Ich spüre mit allen Poren die Kraft, die da entsteht. Es ist mit jedem Lied wie ein Fein-Tuning, wir passen uns instinktiv und intuitiv aneinander an. Es ist ein fantastischer wechselseitiger Austausch. Und das mit einem Instrument, das für eine Frau ja nicht sehr erotisch wirkt. Wie schwer ist Ihr Akkordeon? Und gehen Sie ins Fitnessstudio, um starke Oberarme zu behalten? (bricht in Gelächter aus) Dieses Akkordeon wiegt 21 Kilogramm. Na klar mache ich Workouts. (sie winkelt ihre nackten durchtrainierten Oberarme an) Sonst könnte es mir passieren, dass ich das Instrument nicht richtig halte und es dadurch auch nicht gut spielen kann. Man muss es rein körperlich beherrschen können. Bei Geigen gibt es ja so teure Super-Instrumente. Wie ist das beim Akkordeon? Was für eine Marke spielen Sie? Das ist von der italienischen Firma Pigini, dem „Rolls Royce“ unter den Akkordeon-Herstellern. Die Firma ist siebzig Jahre alt, das hier ist ein recht neues Instrument. Aber diese unglaublich alten, kostbaren Geigen wie eine Stradivari, die sind ja so teuer, dass ein Künstler sie meist nie selbst erstehen kann und nur als Leihgabe bekommt. Ich habe mein Instrument kaufen können, ungefähr 30.000 Euro, das ist ja teuer genug. Aber dafür gehört es mir und ich muss es nie zurückgeben. Wie sieht es mit dem Transport im Flugzeug aus? Viele Künstler regen sich gerade über bestimmte Fluglinien auf, weil sie Extrakosten für den Transport von Musikinstrumenten verlangen. Cellisten müssen viel dazubezahlen. Wie sieht das bei Ihnen aus? Ganz einfach: Ich muss einen zweiten Sitzplatz kaufen! Noch zu Carmen: Gerade als Sie das Album aufnahmen, gab es auch im privaten Leben plötzlich große Liebe und Leidenschaft. Sie verliebten sich – kuriose Koinzidenz des Lebens – in einen Spanier namens José, der ja auch eine Hauptfigur in Bizets Oper ist. Schon verrückt, oder? Oh ja! Freunde haben uns bei einem Abendessen in London verkuppelt. Sie meinten, wir müssten toll zusammenpassen. Und sie hatten recht. Drei Monate später haben wir geheiratet. Ich mag es, dass alles so schnell ging. Ist José Sänger, Musiker, Künstler? Nein, nein! Er kommt aus einer ganz anderen Welt: Er arbeitet in der Londoner Finanzwelt. Ein spannender Kontrast. Aber deswegen ist das ständige Reisen für mich als private Person momentan hart. Dabei stehen Ihnen spannende Projekte bevor: Neben der „Carmen“-Tour, die Sie quer durch Europa in diesem Sommer führt, sind Sie im September in Vancouver und dann beginnt im Januar 2017 eine große Tournee mit dem Dirigenten Paavo Järvi, die bis nach Japan geht. Ich bin sehr gespannt, wie die Japaner auf Akkordeonklänge reagieren! Christa Hasselhorst Ksenija Sidorova: Carmen Deutsche Grammophon (Universal Music) Ksenija Sidorova live6. April Konzerthaus, Dortmund / 13. April KKL, Luzern mit dem Lucerne Symphony Orchestra / 6. Mai Festival Zaubersee mit Xenija Rappoport (Sprecherin) / 13. Juni Watergate, Berlin Kammermusik mit Miloš und Andreas Ottensamer / 19. Juli Bad Kissingen Festival mit Avi Avital

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